Full text: Schilderung der Reise (1)

  
  
I Mach Westen 
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Schirischäna vollkommen. Er und der junge Kaliäna sind schon bei den 
Taulipäng am oberen Majary gewesen, daher seine Sprachkenntnisse auch 
in dieser Richtung. In der Dunkelheit kommt er getreulich an mit einem 
hünenhaften Schirischäna und einigen neugierigen Männern. 
Ich sitze im Schlafanzug, das Sprachaufnahmebuch auf den Knieen, 
unter unserer elenden Palmblatthütte und bemühe mich, beim unsicheren 
Schein des Windlichts die wilden Kehllaute des Schirischäna aufzuzeichnen. 
Der kleine Raum ist voll Hängematten mit schlafenden oder aufmerksam 
zuhörenden Menschen, voll Kisten und Kasten, Instrumenten verschiedener 
Art, Flinten und Revolvern, Wäschestücken, dieken Bündeln Bogen, Pfeile 
und Ruder, Indianerkörben, Säcken und Körben mit Bananen und anderen 
Lebensmitteln. Man kann sich kaum rühren. Vor mir hocken die kräftigen 
braunen Gestalten und brüllen mir die schwierigen Laute ihrer Sprache, 
wenn ich nicht sofort verstehe, wiederholt ins Ohr. Es geht ganz flott. Ich 
sage dem Auaké-Háuptling das Taulipäng-Wort; dieser gibt mir die Uber- 
setzung in seiner Sprache und verhandelt dann mit dem Riesen über den ent- 
sprechenden Schirischäna-Ausdruck. 
Schon an den ersten Wörtern merke ich zu meiner Freude, daß ich es 
mit zwei ganz neuen Sprachen zu tun habe, die keiner der mir bekannten 
Gruppen angehören und auch ‚unter sich gar nicht verwandt sind. Mit den 
karaibischen Krischanä des Rio Yauapery, mit denen man diese Schiri- 
schäna des Uraricuéra bisher zusammenbrachte, haben sie nicht das min- 
deste zu tun. Der Gleichklang der Namen hat diese Verwechselung hervor- 
gerufen. Deshalb nennen auch die Ansiedler des Uraricuéra ihre wilden Nach- 
barn einfach ,,Yauapery”. Robert Schomburgk, der nicht mit ihnen zu- 
sammentraf, nennt sie Kirishana. Ihr eigentlicher Name ist Schirianá, 
Schilianá* oder Schilianaidyá. Die Horde am oberen Uraricapará hat nur 
zwei Malokas. 
Die ihnen befreundeten Auaké, ein sehr kleiner Stamm, vielleicht nur 
eine Familie, bewohnen eine Maloka im Quellgebiet des Parauá. Robert 
Schomburgk, der sie Oewaku? nennt, traf einige von ihnen zufällig bei den 
Sapará, nahm aber keine Proben ihrer Sprache. Nach seiner Angabe streifte 
der Stamm damals an den Quellen des Uraricaparä?. Die einzige Expedition, 
welche die Auaké in ihren Wohnsitzen aufsuchte,war die Grenzkommission des 
Jahres 1882. Am oberen Uraricapará trafen die Brasilianer den letzten Rest 
des Stammes der Aoaquis, 18 Personen, in einer großen, runden Hütte mit 
sehr hohem, konischem Dach, die ihnen gleichzeitig als Verschanzung gegen 
1 Diese Sprache hat, wie viele Indianer-  ? Englische Aussprache. 
sprachen, einen Laut zwischen r und I, ®A.a. O. $. 402-403, 417, 
  
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