Full text: Schilderung der Reise (1)

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Auf neuen Wegen zum Orinoco 37 
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Roroima erinnert. An sie schließt sich im Osten das wohl 1000 m hohe 
Gebirge Ewähi an, in dessen Nähe der Yatete entspringt. Im Westen 
blickt man auf die nicht weniger hohe, isolierte Kette Waséhi, die jenseits 
des Parü anscheinend von Südwesten nach Nordosten verläuft. Den nörd- 
lichen und nordöstlichen Horizont begrenzen in blauer Ferne wiederum 
wasserscheidende Gebirge, von denen das charakteristisch geformte ,,Tapir- 
Gebirge“ seine Umgebung überragt. — Aber, wie alles Schöne, so hat auch 
dieser herrliche Platz seine Schattenseiten: am Tag blutdürstige Piuns, bei 
Nacht blutdürstige Moskiten; dazu unzählige Sandflöhe. — 
24. November. Wißbegierig ist auch unser dicker Gastwirt, aber er 
hat nicht die lästige, oft gefährliche Neugierde vieler seiner Stammesge- 
nossen. Bis jetzt hat man uns hier noch nichts gestohlen, obwohl Karama- 
käte alle meine Sachen, auch die Instrumente, Uhren, Barometer, höchst- 
eiganhándig genau untersucht. : Den meisten Eindruck machen ihm natür- 
lich die Gewehre, da ihre Einrichtung so ganz anders ist als bei den engli- 
schen Vorderladern, die auch hier im Gebrauch sind. Für die Nacht, wenn 
er vor den Moskiten in den Wald flüchtet, nimmt er zum Schutz gegen 
wilde Tiere meinen Winchester mit, aus dem ich freilich die Kugeln heraus- 
gezogen habe. 
Wir schlafen jetzt unter dem Moskitonetz im Haus, wo die nächtlichen 
Plagegeister nicht so in Masse auftreten. 
25. November. Gegen Mittag kommt Emilio vom Parü zurück, beglei- 
tet von einem jungen, fast weißen Yekuanä, Typus: jugendlicher Taschen - 
dieb. Er hat, wie er sagt, den Häuptling Alexandrino mit vier Ruderern für 
mich verpflichtet. Freilich würden die Leute erst in einigen Tagen hier ein- 
treffen, da sie noch nicht genug Casabe für die Reise hätten. 
In den letzten drei Tagen hat es jeden Abend geregnet, obgleich wir 
mitten in der Trockenzeit sind. Die hohen Gebirge im Süden erinnern in 
ihrer Lage auf der Grenze zwischen Savanne und Regenwald an den 
Roroíma und rufen daher auch ähnliche meteorologische Erscheinungen 
hervor. Die Hauptmasse der Niederschläge ergießt sich stets über die 
schroffen Abhänge von Taraukumädi, an dem sich die Wolken sammeln. 
Nach dem heutigen Regen hatten wir das wunderbare und seltene 
Schauspiel eines Mondregenbogens, der, in der klaren Luft scharf abge- 
grenzt, im Südwesten nahe der Maloka auf der Savanne stand. 
26. November. Emilio nimmt Abschied. Er fährt mit seinem Genossen 
zum luréua. Ich gebe ihm ein kurzes Schreiben an den dortigen Venezo- 
laner mit, in dem ich diesem meine baldige Ankunft melde, 
 
	        
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