Full text: Mythen und Legenden der Taulipáng und Arekúna-Indianer (2)

  
  
  
  
  
  
  
  
  
4 Einführung 
RUDI DTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTETTTTTTTTTTTT TUT 2 OSOOOOOOOOOOOIOIA OOOO OOOO REELERDEARDLDODODDDDODODOADDDGUNODDDO DADA SO OAOODODOOLOOOLDODOd AULOIAAODOOO DAN AOD ALOCADA ADNA TOO 
Abgesehen von diesen modernen Erzeugnissen indianischer Phantasie 
enthalten diese Sagen viel primitives Material. Sie zeigen alle Merkmale, 
die Ehrenreich als Urformen bezeichnet, ,,als mythologischen Allgemein- 
besitz, der auf primitiver Stufe den Bestand der Mythologie erschöpft und 
daher als Ureigentum der Menschheit anzusehen ist“,! so namentlich die 
zahlreichen explanatorischen Motive, die teils in die Mythen eingestreut 
sind, teils selbständig bestehen und die Eigenart der Tiere und der leblosen 
Natur, geologischer Formen, Felsbildungen usw. erklären, ferner die Ent- 
stehung der Himmelskörper und ihr Verhältnis zu der irdischen Welt. 
Über die Schöpfung der Welt konnte ich nichts in Erfahrung 
bringen. Die Welt ist von Anfang an fertig da mit Menschen, Tieren 
und Pflanzen. Nur einmal wird nebenbei erwähnt: ‚„Makunaima (der 
Stammesheros) hat alle Jagdtiere und Fische gemacht.‘ (4) 
Die Sage von einer großen Flut steht in engem Zusammenhange 
mit der Sage von einem Weltbaum, der alle guten Früchte trug, und bildet 
einen Bestandteil der Heroensage. Die Heroen fällen den Baum, aus 
dessen Stumpf viel Wasser hervorquillt und alles überschwemmt. 
Über den weiteren Verlauf der Flut habe ich nur eine von christlichen 
Ideen überwucherte Sage aufgezeichnet, die mir ein alter Makuschi-Häupt- 
ling am Uraricuéra erzählt hat. Ich gebe sie am Schluß dieses Bandes 
wieder, um zu zeigen, wie die Mission, wenn sie nur vorübergehend wirkt, 
die Köpfe der Indianer verwirrt und Ursprüngliches ins Groteske verzerrt. 
Heroen: Von der Sage vom ,,Weltbaum und der großen Flut habe ich 
durch meine beiden Erzähler zwei Fassungen erhalten, die beweisen, daß 
auch die Heroensage der beiden nahe verwandten Stämme in manchen 
Punkten voneinander abweicht. 
Die Arekuná-Sage (1) erwähnt ganz im Anfang ,,Makunaíma und seine 
Brüder“, gibt aber von diesen nicht die Namen an. In der Handlung er- 
scheinen nur Makunaíma und sein ältester Bruder Zigf. Makunaima ist der 
jüngste der Brüder, aber der verschlagenste und zauberkräftigste. Er fällt 
den Weltbaum, obgleich ihn der verständige Zige daran zu hindern sucht. 
In der Taulipáng-Sage (2) werden neben Makunaima vier Brüder mit 
Namen aufgeführt: Ma'nápg, Anzikilan, Wakalámbe und Antike. Zigé kommt 
in dieser Sage nicht vor. An seiner Stelle steht Ma’nape. Er ist der älteste 
der Brüder, aber nichts wert. Alle fünf Brüder werden nur im Anfang der 
Sage erwähnt. Im weiteren Verlauf treten nur Makunaima und Ma’näpe 
handelnd auf, später noch Anziktlan. Ma’nape, ‚‚der Verfluchte‘,, wie der 
ı Paul Ehrenreich: Die allgemeine Grundlagen. Leipzig 1910. $. 61. 
Mythologie und ihre ethnologischen 
  
 
	        
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