Full text: Mythen und Legenden der Taulipáng und Arekúna-Indianer (2)

  
  
  
Ein führun 17 
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Bedeutung beilegen, die zu ihrem jeweiligen Spiel paßt. Auch der Unter- 
schied zwischen Mensch und Tier verschwindet bei Kindern vollkommen. 
Keyemé, der Regenbogen, ist wie ein Mann, aber wenn er sich bekleidet, 
ist er eine große Wasserschlange. Ihr Menschtum beweist diese damit, 
daß sie einen Knaben mit Pfeilen tötet. Sie wird darauf von den Taucher- 
vögeln, die dabei durchaus als Vögel auftreten, unter Wasser ausdrücklich 
ebenfalls mit Pfeilen totgeschossen. (22) 
Wenn die Königsgeier, die im Himmel wohnen, dort ankommen, 
ziehen sie die Federkleider aus und sind dann Leute. Trotzdem essen sie 
auch dort gern verfaulte Tiere, wie echte Aasgeier. Auch die Papageien, 
Periquitos, Aräras und andere Vögel sind im Himmel Leute wie wir. Sie 
bereiten berauschende Getränke aus Mais und Maniok. (27) 
In der Mythe 29 frühstücken die Wildschweine und „trinken Kaschiri 
aus den Früchten von Inajä, Tucumá, Abíu, aus allen Früchten, die die 
Schweine gern fressen.“ 
Die Fische trinken Kaschiri, um sich tapfer zu machen, geradeso, wie 
es die Indianer vor einem Kampf tun. Sie schleppen dann Häuser weg und 
werfen sie in einen Katarakt. (34) 
In der Tierfabel 48b zeigt die Landschildkröte zunächst durchaus 
ihre tierischen Eigenschaften. Sie versucht vergeblich an einem Palmstamm 
hinan zu klettern, wird dann von dem Affen auf den Baum gehoben, kriecht 
auf den Blättern weiter, fällt hinunter auf den Rücken und bleibt hilflos 
in der Erde stecken. Später verfolgt sie den Tapir mit Bogen und Pfeilen, 
tötet ihn und zerlegt ihn mit einem Messer, das ihr der Jaguar gibt. Dieser 
bringt einen Kochtopf und Brennholz herbei, um die Beute zu kochen. 
Die Schildkröte schabt heimlich Giftrinde von einem Baum, tut sie in den 
Topf und tötet dadurch den Jaguar. Dann schlägt sie ihm mit dem Wald- 
messer den Kopf ab und verfertigt sich aus einem Knochen eine Flöte. 
Sie wird nun von einem anderen Jaguar verfolgt und flüchtet vor ihm in 
ein Loch. Der Jaguar holt seine Hacke, um sie auszugraben. Inzwischen 
entzieht sich ihm die Schildkröte durch List, wird aber bald darauf von einem 
anderen Jaguar erwischt. Dieser will sie fressen, aber sie sagt zu ihm: 
„Mit den Zähnen kannst du mich nicht zerbrechen. Wirf mich wider einen 
Palmstamm, der über das Wasser hängt! Dann kannst du meine Schale 
zerbrechen.* Der dumme Jaguar tut dies. Die Schildkröte zerbricht 
natürlich nicht. Sie fällt in den Fluß, schwimmt unter Wasser weiter und 
entflieht ihrem Verfolger. 
So gehen in diesen Erzählungen tierische und menschliche Eigenschaf- 
ten bei denselben Gestalten bunt durcheinander. 
KOCH-GRÜNBERG, Vom Roroima zum Orinoco, Bd. II. 2 
 
	        
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