Full text: Mythen und Legenden der Taulipáng und Arekúna-Indianer (2)

  
Einführun 21 
NNEHRDEANIBERÄVTEILKUDDELIDHAUDILIDDRARITIN KTTTTTITTTITEENRRETTTHDTELTTTITTEITLTTTTTATETTTTISTTETNTISTTTTTETTTTTTHNERRTTENRTETTTTDETLTTTTFERTELTTTTTAHTTTTTTOTTTTFTTTIITTTHHRTITTUEHTTTTTPIPITTTTRAITEHFLTTTIPPFLTITIITEUTTTTTTLHTIIPPEITTTTTTE 
ist aus einem kleinen, von seinen Eltern verlassenen Kinde entstanden, das 
einen Baum hinan kletterte. (L) Kunawa sieht man auch am Himmel mit 
einer Fackel in der Hand. (20c) 
In einem Zauberspruch gegen Hautausschlag treten die verschiedenen 
Arten Pfeffer redend auf und nehmen einen tätigen Anteil an der Heilung.* 
Wie Tiere, so helfen auch Pflanzen dem Menschen in seiner Bedrängnis, 
ohne daß dabei an eine Personifizierung gedacht zu werden braucht. 
Mai’udg fordert die kleine stachelige Palme Aragdn-yeg auf, die ihn 
verfolgenden Schwäger einzuschließen. Daraufhin geraten diese in die 
Stacheln. (41) 
Die Personifizierung von Tieren und Pflanzen beruht auf dem Glauben 
dieser Indianer an eine Allbeseelung der Natur. Jedes Tier hat eine 
Seele, die nach seinem Tode zu Kgyemé, dem „Vater aller Tiere“, geht. 
Alle Pflanzen sind beseelt, denn sie wachsen und sterben. Die Steine sind 
nur indirekt beseelt, indem sie als die Wohnungen von Geistern aufgefaßt 
werden oder in der Urzeit verwandelte Menschen und Tiere darstellen.? 
Indessen werden in der Sage 30 auch die Gebirge sprechend aufgeführt. 
In der Tierfabel 48b sprechen sogar die Kothaufen des Tapirs. 
Mit einzelnen Zaubermitteln und Zauberhandlungen, die noch heute 
Anwendung finden, machen uns die Mythen bekannt. 
Besonders zahlreiche und wertvolle Angaben enthält Mythe 21, in der 
erzählt wird, wie der „große Zauberarzt‘‘ Piaj’mä die Menschen seine 
Kunst lehrt. Wir lernen hier den ganzen schweren Werdegang des heutigen 
Zauberarztes mit allen Einzelheiten kennen. Es werden alle, meist pflanz- 
liche, Mittel aufgezählt, die die Novizen bis zum Erbrechen nehmen müssen, 
damit sie „schön singen können, immer wahr sprechen und erkennen, was 
recht ist in der Welt“. Bevor Piai'má seine Schüler entläßt, gibt er ihnen 
Zaubermittel, um den Menschen zu nützen oder zu schaden. Er gibt ihnen 
den zauberkräftigen Tabak, der bei keiner Krankenkur fehlen darf; er 
gibt ihnen Kletten, die man in die Pflanzung des Feindes wirft, damit sie 
alles überwuchern; ferner ein Mittel, um eine Frau verrückt zu machen; 
ein anderes, um eine Frau liebestoll zu machen; endlich Mittel, um auf der 
Jagd erfolgreich zu sein. 
Für jedes Jagdtier, Hirsch, Tapir usw., gibt es ein besonderes pflanz- 
liches Mittel. Man reibt mit dem Absud einen Strick ein, steckt ihn in die 
Nase und zieht ihn durch den Mund wieder heraus, sodaß Blut kommt. 
So macht es schon Piai’mä mit seinen Schülern. 
1 Vgl. BandIll. _ 2 Ebenda. 
 
	        
© 2007 - | IAI SPK
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.