Full text: Omphalos

  
  
92 WILHELM HEINRICH RoscHEr, [XXIX, 9. 
15. Auf ein nicht unbedeutendes Original noch guter Zeit 
scheint zurückzugehen die bekannte Statue des langgewandeten 
(d.h. mit einer Chlamys von außerordentlicher Größe bekleideten) 
Kitharoden Apollon in Petworth, ‘dem “hinter dem r. Fuß ein mit 
Stemmaten geschmückter Ὁ. beigegeben ist, der wesentlich als 
Stütze des hinten auf ihn herabfallenden Gewandes dient und 
dem, wie er von vorn nur wenig sichtbar ist, schwerlich eine 
tiefere Bedeutung, diejenige den Gott in eine besonders nahe Be- 
ziehung zu Delphi zu setzen, beigelegt werden darf” (OvERBEcK, 
a. a. 0. 5. 185; vgl. die Abbildungen im Atlas Taf. XXI, 33, MÜLLER- 
WIESELER, D. a. K. 2, 133, CLARAC 496, 966 etc.). 
16. und ı7. Hier sind ferner zu erwähnen zwei Statuen in 
Villa Albani und in Neapel, die beide den Gott auf dem Dreifuß 
sitzend und die Füße auf dem Ὁ. ruhen lassend darstellen. “Der 
Dreifuß, auf dem der Gott sitzt, ist mit einer aus geknoteten 
Wollbinden netzförmig geknüpften Hülle überhängt, welche auch 
den Omphalos bedeckt... und der außerdem in der albanischen 
Statue von einer breiten, horizontalen Binde, in der nea- 
politanischen von zweien desgleichen umgeben ist, deren 
eine den heiligen Stein vertikal, die andere schräg an 
der Vorderseite umwindet. Daß mit diesem Dreifuß der 
mantische von Delphi gemeint sei, wird durch den... Omphalos 
erwiesen’ (OVERBECK a. a. 0. 8. 231ff.; vgl. die Abbildungen in 
dessen Atlas Taf. XXI nr. 30; OzArac 486, B 937 A; Denkm. a. K. 
II nr. 137 (Albani) und Mus. Borb. T. XII tav. 41; Cuarac 486 A 
937 u. 485, 937 (Neapel)). Der O. hat in beiden Fällen die Ge- 
stalt einer Halbkugel und ist ohne Basis. 
18. Schönes Relief im Louvre, darstellend den langgewandeten 
Apollon Kitharodos, dem die geflügelte Nike eine Spende eingießt, 
zwischen ihnen der halbkugelförmige mit Tänien geschmückte 
Omphalos, der dem auf der dresdner Dreifußbasis dargestellten ganz 
ähnlich ist: Taf. VII, τ. Vgl. OvErBEck, Apollon, 8. 261ff. (wo noch 
weitere hierher gehörige Reliefs aufgezählt sind), Atlas Taf. XXI 
nr. 11; MÜLLER-WIESELER Ὁ. ἃ. ἃ. Κι τ, 47; ÜLARAC 122, 41. 
19. Marmorrelief an der dresdner Basis (OVERBECK a. a. 0. 
S. 405, Atlas XXIV, ı4, MÜLLER-WIESELER 1, 41 etc.); Herakles |, 
weicht vor Apollon, indem er den Dreifuß über der Schulter im 
1. Arme hält. In der R. schwingt er die Keule, in der L. trägt 
  
um man 
ug .---..-.-..ο..ς-.-.-..- 
  
  
 
	        
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