Full text: Mexiko

  
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286 Die Myſterien von Mexilo. 
jene heilige Naturoffenbarung — überkommen. Er war 
der Erbe nicht nur des Thrones ſondern der heiligſten 
Wiſſensſchätze jener Naturreligion, die der Welt— und Gottes⸗ 
anſchauung je ner barbariſchen Eindringlinge ſich 
überlegen dünkte, und vielleicht (— wenn man die 
Menſchenopfer als ein notwendiges Übel zur Leitung der 
Maſſen im höheren geheimen Sinne der Prieſterſchaft be— 
trachtete — auch in gewiſſer Beziehung, was Aſtronomie 
und kosmiſche wie meteorologiſche Kenntniſſe betraf,) in 
Wirklichkeit überlegen war! 
Ging nicht aus den am Wtekenkalender erſichtlichen 
meteorologiſchen Berechnungen der Konſtellationen zukünftiger 
Jahre der Dürre und Teuerung ein wohldurchdachtes Syſtem 
nationalökonomiſcher und ſozialer Einrichtungen hervor, 
für welche die jährliche Eliminierung gewiſſer Zahlen von 
Konſumenten damals als notwendiges Mittel zum Zweck 
der Ordnung und des Wohlſtandes als das geeignetſte 
erachtet wurde? 
Zeigen nicht die 12 bis 1aſtelligen Zahlen der noch 
uübrigen drei heiligen Bücher in den 50 verſchütteten Städten 
im Maya⸗Lande aſtronomiſche Berechnungen, welche ſolche 
höheren Kenntniſſe wahrſcheinlich machen? 
Hier dämmert in dem tiefen Dunkel dieſes Myſteriums, 
was bis heute noch das Märtyrertum des hochgebildeten 
Aztekenprinzen umhüllt, ein Licht auf, welches uns vielleicht 
beim Anblick der weiteren Myſterien dieſes Landes, derer 
von Uxmal, Palenque, Tula, Mitla, Teotihuacan und des 
Aztekenkalenders vieles verſtändlich macht, was uns heute 
nach ein Rätſel iſt. 
  
  
  
 
	        
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