Full text: Der spanisch-marokkanische Krieg in den Jahren 1859 und 1860

  
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Waffen in der Hand das Andringen der Feinde abge- 
wehrt. Da diese jedoch an Zahl zunahmen und sich 
besonders in einer für die Vertheidiger sehr belästi- 
genden langen Linie ausdehnten, wurde — nachdem 
auch das mittlerweile vorgeschickte Jägerbataillon Si- 
mancas nicht Macht genug hatte, die Feinde aus ihren 
Verstecken zu verjagen — vom General Echagüe die 
Brigade Lassausaye zum Bajonnetangriffe beordert. 
Dieser hatte, unterstützt von dem Feuer einer Batterie, 
den erwünschten Erfolg; die Marokkaner, welche sich 
nach den spanischen Berichten sehr standhaft gezeigt 
hatten, zogen sich in die rückwärts liegenden Höhen 
zurück und wagten wenigstens des nächsten Tages 
keinen neuen Angriff. Die Spanier hatten 7 Todte und 
39 Verwundete; unter diesen waren 3 Offiziere. 
Auch der Morgen des 24. verlief ruhig; die Ar- 
beiten an den Redouten konnten wesentlich gefördert 
werden. Erst gegen 2 Uhr Nachmittags kamen feind- 
liche Gruppen von den Defiles der Angheraberge 
gegen die Redoute Isabel II. Es waren die Truppen ° 
der Division Gasset, welche diesen Tag die Arbeit 
und den Sicherheitsdienst in denselben hatten. Nach 
längerem Plänklergefecht, in welchem die Spanier 
30 Mann verwundet erhalten hatten, mussten die Ma- 
rokkaner den Bajonneten der vorrückenden Gegner 
weichen. Die Artillerie hatte nicht versäumt, die Be- 
wegung der Infanterie zu unterstützen. Die Witterung 
war des Tags über sehr schlecht, und war den Spa- 
niern besonders während des Angriffs sehr beschwer- 
lich, da ihnen ein starker Wind den Regen gerade in 
das Gesicht jagte. 
Die Feinde schienen die Nacht vom 24. auf den 25. 
benützt zu haben, um sich in den Bergen der Sierra 
  
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