Full text: Der spanisch-marokkanische Krieg in den Jahren 1859 und 1860

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Die Annahme, dass an diesem Tage eine grössere 
Anzahl dieser „Moros del Rey“ unter den Feinden 
kämpfte, findet noch weitere Bestätigung in vielen 
spanischen Berichten über dieses Gefecht, in welchen 
ausdrücklich erwähnt ist, dass die Marokkaner mehr 
Ordnung als gewöhnlich in ihren Angriffen zeigten. 
Weniger Anspruch auf Wahrscheinlichkeit können 
jedoch die beiderseitigen Angaben der Stärke der 
Marökkaner machen. Während diese von nur 300 
Mann sprachen, welche den Spaniern entgegen tra- 
ten, was offenbar zu wenig ist, erhöhen die Spanier 
die Zahl ihrer Feinde auf 8000 Mann. 
Die beiden folgenden Tage verliefen ruhig. Die 
Armee setzte ungeachtet des fortwährend schlechten 
und stürmischen Wetters ihre Erdarbeiten fort. 
Am Morgen des 28. landete der Oberbefehlshaber 
der Armee, Marschall Ö’Donnell, in Ceuta. Mit ihm 
stiegen auch die beiden ersten Divisionen des II!" Corps 
und des Reservecorps ans Land und bezogen ihre La- 
ger am Oterohügel. 
Am folgenden Tage debarquirte die 2° Division 
des II" Corps. Sämmtliche Truppen erhielten ihre 
Lagerplätze zwischen dem Serrallo und dem Ötero. 
Das Hauptquartier des Generals O’Donnell war am 
Oterohügel. 
Noch am 28. Abends unternahm Marschall O’Don- 
nell eine Recognoscirung des Weges nach Tetuan. Am 
29. wurden einige Beobachtungscorps, denen der Feind 
auswich, gegen die Angheraberge und die Sierra Bul- 
lones vorgeschoben, die, wie gewöhnlich, bei eintre- 
Gefechtsverhältnisse verdanke ich grösstentheils den Mittheilungen 
des Herrn Consuls Wortmann in Gibraltar. 
  
  
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