Full text: Der spanisch-marokkanische Krieg in den Jahren 1859 und 1860

    
  
    
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Dschebel Zatut (Sierra Bullones) und Dschebel Dersa 
(Sierra Bermeja) bekannt sind. 
Auf der Karavanenstrasse von Tetuan nach Tanger 
passirt man den Hauptkamm, die Wasserscheide zwi- 
schen diesen beiden Gebirgssystemen unweit des Fon- 
dak. Die steilen Formen veranlassen gewöhnlich, ihre 
Höhe zu überschätzen. Diese Annahmen fanden über- 
dies eine scheinbare Rechtfertigung in dem Umstande, 
dass die Gipfel der Rifberge während des Aufenthalts 
der Spanier in den Stellungen bei Tetuan häufig mit 
Schnee bedeckt waren; eine Folge der kühlen und an 
Feuchtigkeit überreichen Seewinde, die ein gleiches 
Phänomen in den von den Kabylenstämmen bewohn- 
ten Küstengebirgen Algeriens oftmals zur unangenehm- 
sten Ueberraschung der Franzosen erzeugt haben. 
Die von den Vorbergen des Atlas gegen den atlan- 
tischen Ocean abfallende Ebene ist im Süden, zwischen 
den Städten Marokko und Azamor, meist wasserleer 
und unfruchtbar, mit Sand und Steinen bedeckt, und 
hat eine mittlere Höhe von 500. bis 1000 Fuss. ! 
Mehr nördlich, gegen die Flussgebiete des Sebü 
und seines Nebenflusses Ordüm, ist besonders in den 
obern sehr wasserreichen Thälern, in welchen die bei- 
den Hauptstädte Miknäsa (Mekinös) und Fes liegen, 
die Fruchtbarkeit sehr gross und die Vegetation sehr 
üppig mit entschieden.tropischem Charakter. ? 
becke zu München. Die spanischen Namen blieben in ihrer ur- 
sprünglichen Form. 
! Kiepert, Bemerkungen zu der Karte von Marokko. Zeitschrift 
für allgemeine Erdkunde, 8. 89. 
* Augustin, Erinnerungen aus Marokko. Auch Gräberg von 
Hemsö lobt diese Gegend sehr; als die schönste schildert er die 
Ebene Mskiara-er-Rumla (die Tränke des Sandes) zwischen den 
Flüssen Sebü und EI-Koss. (Das Sultanat Magrib-el-Aksa, S. 11.) 
  
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