Full text: Der spanisch-marokkanische Krieg in den Jahren 1859 und 1860

  
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Die Lagerplätze der beiden Armeen waren durch 
die sumpfigen Niederungen getrennt. Während auf 
der Ostseite dieses Terrains die spanischen Truppen 
in bereits angeführter Weise cantonnirten, hatte das 
marokkanische Heer auf den Höhen seine Lager be- 
zogen. Der bereits früher erwähnte alte maurische 
Wartthurm Dscheleli bildete den Mittelpunkt für die 
lagernden Truppen des Muley-el-Abbäs. Diesen zur 
rechten Seite auf einer sanften Anhöhe, mehr der Thal- 
sohle genähert, waren die Zelte des Sidi-Hamed und 
seines Corps. Die beiden Lagerplätze waren in grosser 
Ausdehnung mit dreifacher Schanzenlinie umgeben und 
die Position des Sidi-Hamed überdiess noch mit einer 
Batterie versehen. Das Lager dieses Prinzen hatte 
vor sich sumpfige Wiesenstrecken und lehnte sich im 
Rücken an die durch ihre schöne Lage und reiche 
Vegetation berühmten Gärten Tetuans, die leider nur 
zu bald den Verheerungen des Krieges und der Zer- 
störung durch die Spanier zum Opfer fielen. 
Gefecht am Thurme Dscheleli. 
Am Morgen des 31. bemerkte man in den feind- 
lichen Lagern ein von der Ruhe der verflossenen Tage 
abweichendes reges Leben und sah bald darauf gegen 
6 Uhr wie sich grössere Haufen sammelten und von 
ihren Hügeln in die Ebene hinabstiegen. Sie nahmen 
ihre Richtung vorzüglich gegen den rechten Flügel 
der spanischen Positionen, vermuthlich in der Absicht, 
die Moräste und die Sternschanze zu umgehen und 
des Feindes Flanke zu umzingeln. 
General Rios rief zuerst seine Truppen unter die 
Waffen und verstärkte mit dem Jägerbataillon Vergara 
das Bataillon Luchana, welches den Sicherheitsdienst 
  
zer 
 
	        
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