Full text: Quer durch Süd-Amerika

    
tig, hatte nur einige größere Häuser, sonst lauter 
kleine Häuschen und Hütten an ungepflasterten, vom 
Regen ausgespülten Straßen. Wegen ihrer großen 
Ausdehnung waren mehrere Straßenbahnen, die 
Wagen von Maultieren gezogen, angelegt. Man fin- 
det solche fast in jeder brasilianischen Stadt. Ein: 
mal liebt der Brasilianer das Gehen nicht und dann 
zwingt auch die Wärme zur Benutzung dieser Be- 
quemlichkeit. Wir fuhren mit einem der Bonds hin- 
aus aus der Stadt, um von dort einen herrlichen 
Blick in die landschaftlich reizvolle Umgebung, auf 
den breiten Fluß und das gegenüberliegende Villa- 
nova zu genießen. 
In der Stadt fanden wir auf dem Marktplatz ein 
buntes Treiben. Hier gab es wieder alles, was der 
Mensch braucht, zu kaufen. Besonders reich vertre- 
ten waren irdene Gefäße, vorwiegend Trinkgefäße. 
Wir begaben uns dann in das erste Hotel. Das 
spottete eigentlich jeder Beschreibung. Schon die 
Treppe, die hinauf zum Speiseraum führte, war in 
einem unglaublichen Zustand, eine Stufe völlig ein- 
gebrochen, und überall Haufen von Schmutz. Das 
Eßzimmer war noch verhältnismäßig sauber, doch 
nach brasilianischen, nicht nach deutschen Begriffen. 
Als wir eingetreten waren, lag der Wirt schlafend 
auf einem Faulenzer, wobei er sich ganz ungeniert 
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