Full text: Quer durch Süd-Amerika

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versorgt, so langte sie doch nicht für die ganze Zeit 
unserer Fahrt. Ich selbst schob das Waschen so 
lange hinaus, als es irgend anging. Obwohl ich mich 
nicht für ungeschickt halte und schon oft in meinem 
Leben Arbeiten der Handwerker und der Frauen ge 
leistet hatte, so scheute ich mich doch vor dem 
Waschen, zumal mir dafür wirklich jede praktische 
Erfahrung fehlte. Endlich entschloß ich mich, ge» 
meinsam mit dem Arzt das Waschen vorzunehmen. 
Der Arzt begann damit. Als ich hinzukam, seifte 
er gerade mit einem Eifer, der einer besseren Sache 
wert gewesen wäre, die Wäsche ein. „Ich weiß nicht, 
woran das liegt,“ sagte er, „die Seife gibt gar keinen 
Schaum.“ Kein Wunder, er hatte das salzige See» 
wasser genommen! Seine Freude war daher groß, als 
nach dem Wechseln des Wassers in dem Süßwasser 
die Seife herrlich schäumte. Wir wuschen nun alle 
Stücke durch, bis — die Haut an unsern Fingern 
wund war. Das tat weh, aber wir verbissen den 
Schmerz, rangen die Wäsche aus und hingen sie 
dann zum Trocknen auf. Das kann hier nicht mit 
einfachen Klammern gemacht werden. Man würde 
Gefahr laufen, bei der Fahrt ein Stück nach 
dem andern über Bord auf Nimmerwiedersehen fort- 
fliegen zu sehen. Die Wäsche wird festgebunden 
oder es wird die Leine aufgetrillert und die Wäsche 
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