Full text: Im Reiche des Kondor

  
  
Zweites Kapitel. 
Die wichtigeren Wildarten. 
Raubtiere. 
jaguar oder Unze (Felis onza oder panthera, auch Leo- 
pardus onza), das größte und stärkste amerikanische 
Raubwild, ein äußerlich schwerfällig erscheinendes Tier, 
mit mächtigem Nackenmuskel und verhälinismäßig kurzen Glied- 
maßen. Die Gestalt verrät mehr Kraft als Gewandtheit. Dennoch 
ist letztere eine ganz außerordentliche, Die Länge des er- 
wachsenen Tieres beträgt 1,50 m, vom Fang bis zum Rutenanfang 
gemessen, Die Rute ist 68 cm lang; die Höhe beträgt 80 cm. In 
der Gefangenschaft wird das Tier nicht so groß. Der Jaguar hat 
also mehr oder minder die Größe des indischen Tigers, d, h. nur in 
den besonders starken Exemplaren, wie sie in dem brasilianischen 
Staate Matto Grosso vorkommen. Er wird in ganz Südamerika 
kurzweg „Tiger” genannt. Die Decke ist kurz, glänzend und weich, 
ihre Färbung sehr verschieden. Die Grundfarbe ist normal rötlich 
gelb. Auf ihr befinden sich runde, längliche oder unregelmäßige 
Ringe und Flecken schwarzen Tones. An der unteren Seite des 
Leibes herrscht hellere Färbung vor. Die Flecken haben verschie- 
dene Größen. Es gibt helle, dunkle und schwarze Arten, letztere 
besonders in Matto Grosso, 
Dieses Raubtier ist über ganz Südamerika verbreitet, beson- 
ders über die subtropischen Teile, Paraguay und Matto Grosso. In 
  
  
  
	        
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