Full text: Die Welt des Inka

    
Vergebens versicherte Pizarro, daß er alles 
fur seine Genossen getan habe, was er ge- 
konnt, und daß er bereit sei, ehrlich mit Al- 
magro zu teilen. Dieser durchschaute Pizarro 
und wußte, daß, wenn es später dazu kam, 
sicher ein Gauner den anderen betrügen 
wurde, er wandte zornig den Rücken, und er 
und Lugue sagten sich von den Pizarros los, 
zumal der Bruder Hernando, der sich als ein- 
ziger rechtblütiger Edelmann über die anderen 
und zumal über Almagro und Luque erhaben 
fühlte, dazu beitrug, diese Entfremdung der 
bisherigen Freunde bis zum Bruch zu ver- 
schärfen. 
Mit feierlichem Pomp zog der Vizekönig von 
Peru in Panama ein. Wieder ein Tag des 
Triumphes dem Statthalter gegenüber, dessen 
Kontrolle er nun nicht mehr zu fürchten hatte. 
Aber doch wieder ein kurzer Triumph, denn er 
halte zwar Titel, Schiffe und eine, wenn auch 
kleine Anzahl geworbener Soldaten, aber — 
auch zur damaligen Zeit war das Geld des 
Kriegführens erste Bedingung, und davon be- 
saß er so wenig, daß er nicht einmal imstande 
war, seine Iruppen zu ernähren, geschweige 
denn die Expedition nach Tumbez entspre- 
chend auszurüsten! 
Was blieb übrig? Pizarro versuchte eine 
Annäherung an Almagro, aber der wies ihn 
kurzer Hand ab. 
Almagro sagte sich, daß es jekt für ihn ein 
Leichtes sein müsse, die Vorteile dessen, was 
Pizarro bisher erreicht hatte, allein zu genießen. 
Er beschloß den Zug, den Pizarro aus Mangel 
an Geld von Monat zu Monat verschieben 
mußte, mit Lugues Hilfe allein auszuführen. 
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