Full text: Bei den Flibustiern auf Cuba

  
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rend er ſelbſt mit einer andern Schar ſich nach rechts wandte, um 
entweder die linke Giebelfront oder die Vorderſeite der Veranda an⸗ 
zugreifen; nur zehn Mann blieben der hintern Front gegenüber zurück, 
mit dem Auftrage, durch unausgeſetztes Feuern die Verteidiger in 
Schach zu halten. 4 
  
Als Don Ramon dieſe Teilung der feindlichen Kräfte bemerkte, J. 
ſandte er Weltmann mit acht von ſeinen ehemaligen Inſurgenten nach 
der linken Giebel⸗ und der Vorderſeite, während er ſelbſt mit fünf —4— 
Leuten ſich nach der rechten Giebelfront begab, die Verteidigung der 
gut verbarribadierten hintern Veranda dem Reſte ſeiner kleinen Be⸗ 
ſatzung überlaſſend. 
Don Ramon hatte die Vortreppe zur Veranda an der Vorder⸗ 
ſeite nicht entfernen laſſen, um die Verbindung mit dem Direktor 
Dornfield und deſſen Leuten aufrecht zu erhalten; nur der Eingang 
war muttels einiger gefüllter Wollſäcke geſchloſſen worden. Als Welt⸗ 
mann mit ſeinen acht Mann dort eintraf, hatte er einen ſchweren 
Stand gegen den Anführer der Banditen, der faſt gleichzeitig mit ihm 
dort anlangte, ſofort die Stufen der Treppe hinaufſprang und ver⸗ 
ſuchte, die leichte Verrammelung auseinander zu zerren; dies gelang 
ihm indeſſen nicht, da der junge Deutſche die ſechs Patronen ſeines 
Revolvers hintereinander in den dichten Haufen der Angreifer ab⸗ 
feuerte, während ſeine Leute, nachdem ſie ihre Gewehre abgeſchoſſen 
hatten, mit dem Kolben und dem Hirſchfänger auf ſie einhieben. 
Leider war es einem der Banditen geglückt, einen der mit Wolle 
angefüllten Säcke, aus denen die Verbarrikadierung beſtand, in Brand 
zu ſtecken, nachdem er mit ſeiner breiten Machete den Sack aufge— 
ſchlitzt hatte. Im Nu loderten die Flammen empor, und bald gerieten 
auch die andern Säcke in Brand. Weltmann und die ubrigen Ver— 
eidiger des Einganges wichen erſchrocken zurück, da ſie befürchteten, 
daß auch die aus Holz gefertigten Saäulen ſowie das Dach der Veranda— 
  
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