Full text: Bei den Flibustiern auf Cuba

   
  
    
  
  
mit ſeinen Kompagnien ſich nicht der feinduchen Kolonne entgegen⸗ 
geworfen und ſie von der Seite angegriffen hätte. Er ließ erſt eine 
in ſo geringer Entfernung außerordentlich wirkſame Salve auf die 
Spanier abfeuern und fiel dann mit hoch geſchwungenen Büchſenkolben 
auf die bereits in Verwirrung geratenen Infanteriſten her. Die 
meiſtens ſchwächern und aus Mangel an Nahrung entkräfteten 
Spanier konnten den ſtattlichen Amerikanern, die mit den eiſen— 
beſchlagenen Kolben auf ſie einhieben, nicht lange Widerſtand leiſten 
und flohen nach wenigen Minuten, eine große Anzahl der Ihrigen 
tot oder ſchwer verwundet auf dem Kampfplatze zurücklaſſend. 
Es rückten zwar ſogleich mehrere friſche Kompagnien der 
Spanier zur Unterſtützung und Vertreibung des Feindes vor, doch 
hatte der Befehlshaber der Inſurgentenbatterie den günſtigen Augen— 
blick benutzt, aufprotzen zu laſſen und weiter rückwärts bei den 
Reſervetruppen von neuem Aufſtellung zu nehmen. 
Bei dem kurzen Kampfe mit den ſpaniſchen Kompagnien hatten 
nur wenige Leute des Kapitäns ernſthafte Verletzungen durch Bajo⸗ 
nettſtiche erhalten, während etwa ein Dutzend mit leichtern Fleiſch— 
wunden davongekommen waren; gefallen war kein einziger. Edgar 
Weltmann, der an der Spitze ſeiner Kompagnie tapfer auf die feind— 
liche Kolonne eingedrungen war, hatte von einem ſpaniſchen Offizier 
einen Säbelhieb bekommen, der ihm die linke Wange aufgeſchlitzt, 
ihn indes nicht kampfunfähig gemacht hatte. Der junge Hendrik 
Johannſen war dicht an der Seite ſeines Offiziers geblieben und 
hatte ſich ganz wacker und tapfer gezeigt, auch den feindlichen Offi⸗ 
zier, der Weltmann verwundete, mit dem Kolben niedergeſchlagen. 
Der ſpaniſche General Escario hatte inzwiſchen ein Bataillon In— 
fanterie mit vier Geſchützen auf dem rechten, ſüdlichen Ufer des 
Fluſſes vorgehen laſſen, um den Iiſergenen den Rückzug thalauf⸗ 
wärts abzuſchneiden. 
  
  
  
	        
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